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Krise und Theater

Erfreuliche Spielzeit für die SBV-Bühnen

TROTZ WIRTSCHAFTSKRISE MEHR BESUCHER

 

Die Besucherzahlen an den im Schweizerischen Bühnenverband (SBV) vereinigten 30 grössten Berufstheater unseres Landes sind während der Spielzeit 2008/2009 um rund 50‘000 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von gut drei Prozent. Dies ist umso erfreulicher, als sowohl in der deutschen als auch in der französischen Schweiz höhere Frequenzen erzielt wurden. Und das trotz wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen.

 

Kenner überrascht das Ergebnis zwar nicht. Denn dieses bestätigt nur eine alte Erfahrung, wonach wirtschaftliche Krisenlagen nicht zwingend auf kulturelle Institutionen durchschlagen müssen. Ja oft hungern die Menschen gerade in solche Zeiten vermehrt nach geistigen Werten und zieht es sie an Stätten, wo sie solche und neue Impulse zu finden hoffen, wo sie Distanz zu den Alltagsproblemen gewinnen oder sich für eine Weile einfach nur unterhalten wollen.

 

Gewinner und Verlierer

Wie aus der vom SBV jedes Jahr erhobenen Statistik hervorgeht, haben die von den 11 in der deutschsprachigen Schweiz liegenden und selber produzierenden SBV-Theater insgesamt 3‘513 (Vorjahr 3‘536) Vorstellungen gezeigt; sie wurden von 1‘002‘080 (962‘680) Personen besucht. In der Romandie haben die 12 mit Eigenproduktionen aufwartenden Häuser 1‘814 (1‘820) Vorstellungen geboten; diesen haben gesamthaft 426‘540 (402‘377) Zuschauer beigewohnt. Die grössten Zuwachsraten bei den produzierenden Theatern der deutschen Schweiz erzielt haben das Schauspielhaus Zürich (+19‘660), das Theater Basel (+11‘014), das Theater Biel-Solothurn (+10‘129) und das Luzerner Theater (+3‘863). Im französischsprachigen Landesteil ist die gesamte Zuschauerzahl von 402'000 auf 426'500 gestiegen.

 

Demgegenüber sind mit Ausnahme des Stadttheaters Langenthal (+3‘120) die Zuschauerzahlen bei allen andern dem SBV angeschlossenen Gastspieltheater (Häuser ohne eigene Produktionen) zurückgegangen, insgesamt von 199‘380 auf 185‘288 Besucher.

 

Höhere Einnahmen und Ausgaben

Während der Spielzeit 2008/09 haben die 30 Mitgliederbühnen des SBV aus eigener Kraft Betriebseinnahmen von insgesamt 154 Mio. Franken (Vorjahr 150 Mio.) erwirtschaftet. Diesen stehen Betriebsausgaben von 456 Mio. Franken (448 Mio.) gegenüber. An Subventionen der öffentlichen Hand, namentlich der Standortstädte und –Kantone der verschiedenen Häuser, sind diesen im Berichtsjahr 311 Mio. Franken (307 Mio.) zugeflossen.

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