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KULTUR IST DIE ZUKUNFT DER STADT

 

Theater, Orchester, Museen und andere Kultureinrichtungen sind für die Zukunft der Städte unverzichtbar. Sie sind die Grundlage für die Entfaltung urbanen Lebens. Zugleich stellen sie den Diskurs der städtischen Gesellschaft sicher und leisten einen entscheidenden Beitrag zur kulturellen Bildung.

 

Dies ist das Ergebnis einer grundsätzlichen Debatte, die die Internationale Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Theater (IADT) über die Zukunft von Kultur und Kunst in der Stadt Ende April 2010 auf ihrem Treffen im Stadttheater Bern geführt hat.

 

Aufruf an die Städte

An der IADT sind Theater- und Orchesterverbände in der Schweiz, Österreich und Deutschland beteiligt, nämlich der Schweizerische Bühnenverband, der Deutsche Bühnenverein, der Theatererhalterverband der österreichischen Bundesländer und der Wiener Bühnenverein. Die IADT fordert, dass die Städte finanziell in der Lage bleiben, ihre kulturelle und soziale Infrastruktur aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Dabei geht es um Standortfaktoren, um Arbeitsplätze für Künstler, vor allem aber darum, die junge Generation über die Kunst zu befähigen, gesellschaftliche Prozesse zu erkennen und verstehen zu lernen.

 

Kulturpolitik in Europa

Bereits anfangs April hatten sich auf Einladung des Bundesamtes für Kultur in Zürich Fachleute aus 30 Ländern getroffen, um über die aktuelle Kulturpolitik in Europa zu diskutieren. Im Vordergrund stand die Weiterentwicklung von COMPENDIUM, eines der wichtigsten Kulturprojekte des Europarates. Dabei handelt es sich um ein laufend aktualisiertes Online-Informationssystem zu kulturpolitischen Fakten, Instrumenten und Debatten sowie zu kulturellen Tendenzen in Europa. Es wurde 1998 vom Europarat als Joint Venture mit dem Europäischen Institut für vergleichende Kulturforschung in Bonn gegründet. Seither wird es als offene und projektbezogene Arbeitsgemeinschaft mit unabhängigen Wissenschaftlern, Netzwerken, Organisationen und nationalen Regierungen geführt, und es sind daran 44 europäische Staaten beteiligt. Im Rahmen der Zürcher Veranstaltung behandelten Fachleute aus der Schweiz und der Arbeitsgemeinschaft COMPENDIUM im Rahmen eines öffentlichen Forums zudem Fragen der Kultur- und Menschenrechte sowie der kulturellen Vielfalt.

 

 

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