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SBV kämpft für das Ballett des Berner Stadttheaters

AUFGEBEN WÄRE EIN FATALES SIGNAL

 

Der Schweizerische Bühnenverband (SBV) ist bestürzt über die in der Bundesstadt aufgetauchte Idee, das Ballettensemble des Berner Stadttheaters ab 2012 aufgeben zu wollen. Damit würde das traditionsreiche Dreispartenhaus künstlerisch empfindlich geschwächt und dem kürzlichen Durchbruch bei der behördlichen Anerkennung des Tänzerberufes entgegengewirkt.

 

Nach der Revision des eidgenössischen Berufsbildungs- und Fachhochschulgesetzes hat der Bund 2008 den Bühnentanz als Beruf offiziell anerkannt. Zugleich wurden nach jahrelangen Bemühungen die Voraussetzungen geschaffen, um junge Anwärter(innen) in einer wahlweisen Grundausbildung in klassischem oder zeitgenössischem Tanz auf ihre künftige Aufgabe vorzubereiten. Damit sind gute Grundlagen geschaffen worden, um dieser höchst anspruchsvollen Kunstsparte – seit jeher ein tragender Pfeiler aller Mehrspartenhäuser – zu der ihr gebührenden Stellung zu verhelfen.

 

Aufruf an die Verantwortlichen

Ausgerechnet in dieser entscheidenden Durchbruchphase ist soeben bekannt geworden, dass zurzeit darüber diskutiert wird, das Ballettensemble des Stadttheaters Bern im Zuge einer Neustrukturierung ab 2012 aufzugeben. Der Schweizerische Bühnenverband (SBV), dem die bedeutendsten subventionierten Berufstheater unseres Landes angeschlossen sind, ist darüber bestürzt. Sein Vorstand fordert deshalb die Verantwortlichen der Regionalen Kulturkonferenz Bern und insbesondere die Behörden von Stadt und Kanton Bern mit allem Nachdruck auf, von einem solchen Schritt abzusehen und dem Stadttheater Bern für die nächste Subventionsperiode die zusätzlich notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese sollen es ihm ermöglichen, weiterhin einen Dreispartenbetrieb auf hohem künstlerischem Niveau zu führen und seinen öffentlichen Kulturförderungsauftrag wahrzunehmen.

 

Tanztheater bei Jugend im Aufwind

In diesem Zusammenhang erinnert der SBV daran, dass gerade die festen Tanzensembles hiesiger Theater unter ihren namhaften Choreographen weltweit zu den herausragendsten Botschaftern des bühnenkünstlerischen Schaffens der Schweiz gehören. Nach Auffassung des Bühnenverbandes würde mit der Amputation der Sparte Ballett am Berner Stadttheater auch keinesfalls jene Wirkung erzielt, die man sich erhofft. Vielmehr würde das Theater in der Bundesstadt empfindlich geschwächt. Und dies ausgerechnet in einer Zeit, in der das Tanztheater in seinen vielfältigen Ausdrucksformen in der Publikumsgunst steigt, namentlich unter jungen Menschen. Nicht zuletzt hält der SBV die Abschaffung des Berner Ballettensembles in der jetzigen Zeit für ein arbeits- und konjunkturpolitisch falsches, ja fatales Signal.

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