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SBV unterstützt Ausbildung und Anerkennung

„NEUE“ THEATERBERUFE VOR DEM START

 

Der Schweizerische Bühnenverband (SBV) unterstützt die Bestrebungen von Fachorganisationen, die Ausbildung und Anerkennung weiterer Theaterberufe durch die Bundesbehörden voranzutreiben. Im Vordergrund stehen zurzeit eine Grundausbildung Veranstaltungsfachmann/-frau und die Berufsanerkennung der Maskenbildner(innen).

 

Im Gegensatz zu andern Branchen, mussten sich viele Spezialisten im Theaterbereich ihre Fachkenntnisse bislang im Ausland aneignen, vor allem in Deutschland. Dies, weil es in der Schweiz an entsprechenden Fachschulen mangelte und in unserem kleinen Land das Angebot an Praktikumsstellen bei Theatern mit eigenen Produktionsstätten beschränkt ist. Umgekehrt sind mittlerweile einige Theaterberufe von den Behörden anerkannt und deren Ausbildung nach bewährten Standards geregelt worden. Bei andern Berufen sind die Vorarbeiten so weit gediehen, dass schon bald mit den ersten Lehrgängen begonnen werden kann.

 

Fachleute für Veranstaltungen

Zu diesen gehört der Veranstaltungsfachmann/die Veranstaltungsfachfrau. Federführend ist der Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe (SVTB), der das Projekt nach entsprechenden Bedürfnisabklärungen zusammen mit weitern Organisationen vorangetrieben und dafür vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie das „Vor-Ticket“ erhalten hat. Mittlerweile hat eine vom SBV mitgetragene Arbeitsgruppe das Berufsbild, das Qualifikationsprofil und den Ausbildungsplan für den neuen Beruf ausgearbeitet, sodass bereits in den nächsten Wochen interessierte Lehrbetriebe und Lehrlinge erfasst werden können. 2011 wird mit einem ersten Ausbildungsgang mit 15-30 Lernenden gestartet.

 

Zu den Hauptaufgaben von Veranstaltungsfachleuten gehört es, alle technischen Aspekte von Theater-, Opern-, Fernseh- und Videoproduktionen sowie von Events. Messen und Kongressen zu betreuen. Ihre Ausbildung dauert vier Jahre und bezweckt, Lehrlingen neben der praktischen Arbeit in ihren Lehrbetrieben an 1-2 Schultagen das nötige Fachwissen in Bühnentechnik, Beleuchtungstechnik, Ton- und Videotechnik und Sicherheit zu vermitteln. Ausgebildet werden die Absolventen aus der deutschen Schweiz an der Technischen Berufsschule in Zürich und die Lehrlinge aus der Romandie in Lausanne.

 

Anspruchsvolle „Maske“

Auch wer in der Schweiz den noch relativ jungen Beruf des Maskenbildners/der Maskenbildnerin ergreifen will, findet hier bis heute noch keine anerkannte Ausbildungsmöglichkeit, obwohl dieser Beruf aus der Theater-, Film-, Fernseh-, Foto-, Styling- und Modewelt kaum mehr wegzudenken ist. Begnügte man sich einst auf diesem Gebiet meist mit einer Coiffeurlehre, stellen neue Materialien, Techniken und Einsatzmöglichkeiten mittlerweile immer höhere Anforderungen an „die Maske“. 2008 wurde deshalb in Zürich als eigenständiges Unternehmen die Maskenbildnerschule Schweiz gegründet. Sie will künftigen Fachleuten im eigenen Land umfassendes Wissen und Können vermitteln und wirkt gleichzeitig auf ein einheitliches Ausbildungsprogramm und die Berufsanerkennung der Maskenbildner(innen) durch die Bundesbehörden hin.

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