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Ankleider(in)
Ausstattungsleiter(in)
Beleuchter(in)
Beleuchtungsinspektor(in)
Betriebstechniker(in)
Bühnenbildner(in)
Bühnenhandwerker(in)
Bühneninspektor(in)
Bühnenmeister(in)
Disponent(in)
Dramaturg(in)
Fundusverwalter(in)
Gewandmeister(in)
Inspizient(in)
Kaufmännische(r) Direktor(in)
Künstlerische(r) Direktor(in)
Maler(in)
Maschinist(in)
Maskenbildner(in)
Plastiker(in) / Kascheur(in)
Prospektnäher(in)
Regieassistent(in)
Regisseur(in)
Requisiteur(in)
Sänger(in)
Schauspieler(in)
Schlosser(in)
Schneider(in)
Schnürmeister(in)
Schreiner(in)
Seitenbühnenmeister(in)
Tänzer(in)
Tapezierer(in)
Technische(r) Assistent(in)
Technische(r) Direktor(in)
Theaterpädagoge/Theaterpädagogin
Tonmeister(in)
Transportleiter(in)
Werkstättenleiter(in)

Künstlerische(r) Direktor(in)

Der/die künstlerische(r) Direktor(in), bisweilen Intendant(in) genannt, trägt die oberste künstlerische Verantwortung eines Theaters und stellt – heute meist mit der kaufmännischen Direktion zusammen - die Gesamtleitung des Hauses. Er/sie hat mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und dem von ihm/ihr und seinem/ihrem Team entwickelten künstlerischen Konzept den Leistungsauftrag der Theaterträgerschaft zu erfüllen. In dieser Eigenschaft muss er/sie vor allem den Spielplan gestalten und die zu dessen Umsetzung benötigten Künstler (z.B. Sänger, Schauspieler, Regisseure, Choreographen, Bühnenbildner) sowie das künstlerisch-technische Personal engagieren und einsetzen sowie in allen künstlerisch-technischen Grundsatzfragen und Konflikten den letzten Entscheid treffen. In grösseren Mehrspartenhäusern unterstützen ihn/sie ein Schauspiel-, Opern- und Ballettdirektor und koordiniert er/sie deshalb die Produktionen und Premièren zwischen den einzelnen Sparten. Gemeinsam mit der kaufmännischen Direktion trägt er/sie im weitern die Verantwortung, dass das Theater auch betriebswirtschaftlich optimal geführt wird und dessen langfristige Finanzierung gesichert ist. Zu seinen/ihren wichtigen Aufgaben gehört ferner, die Interessen des Theaters gegenüber dem Subventionsgeber, den Behörden und der breiteren Öffentlichkeit zu vertreten und die Beziehungen zum Theaterträger und Publikum, zu den Sponsoren und den Medien zu pflegen. Schliesslich muss er/sie sich in einschlägigen Rechtsfragen auskennen, besonders bezüglich des Urheberrechts. Zuweilen führt er/sie am eigenen Haus auch Regie. Eine eigentliche Ausbildung zum/zur künstlerischen Direktorin eines Theaters gibt es nicht. Oft übernehmen bestandene Schauspieler, Sänger, Musiker, Dramaturgen, Regisseure usw. mit einem Hochschulabschluss in Sprach-, Literatur-, Kunst-, Theater- oder Musikwissenschaft, gelegentlich aber auch Quereinsteiger(innen) wie Juristen, Betriebswirtschafter o.ä. mit künstlerischem Flair, solche Posten.

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