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Comédie de Genève

Boulevard des Philosophes 6

CH - 1205 Genève

TEL +41 22 320 50 02

FAX +41 22 320 00 76

www.comedie-geneve.ch

Directrice: [Hervé Loichemol]

Directeur administratif:

[Bernard Laurent]

Zwischen Boulevard und grossem Theater

Die „Comédie“ bezeichnet zunächst die Schauspielergruppe von Ernest Fournier, die dieser 1909 gegründet hatte und die sich zunächst im Gemeindesaal von Plainpalais (jetzt Théâtre Pitoëff) einrichtete, ehe die eigene Spielstätte gebaut wurde. Das heutige Haus des „Théâtre de la Comédie“ wurde am 24. Januar 1913 eingeweiht und blieb bis zum Konkurs und dem Kauf durch die Stadt Genf im Jahre 1947 in Privatbesitz. Ernest Fournier pflegte das französische Repertoire, brachte jede Woche eine neue Inszenierung heraus und versprach für jeden Donnerstag eine klassische Aufführung - ein Konzept, das für Neues kaum Raum liess. Nach dem Tod des Gründers 1937 und einer mehr schlecht als recht durchgestande-nen Übergangszeit übernahm der französische Schauspieler Maurice Jacquelin die Leitung und folgte dabei den Fussstapfen seines Vorgängers. Während des Zweiten Weltkrieges und bis Ende der 1940er Jahre öffnete sich die Comédie lokalen Autoren und bevorzugte namentlich den „helvetischen Boulevard“. 1945 verwirklichte hier Girogio Strehler als junger italienischer Flüchtling seine beiden ersten Inszenierungen „Mord in der Kathedrale“ von T.S. Eliot und „Caligula“ von A. Camus. Ab 1948/49 brachte die Comédie nur noch sechs Eigen-inszenierungen pro Spielzeit heraus und ergänzte diese durch Gastspiele von Pariser Wanderbühnen. Der Genfer André Talmés, der das Theater von 1959-1974 leitete, hielt diesen Kurs bei. Sein Nachfolger Richard Vachoux (1974-1982) brach mit der Tradition, spannte zusammen mit dem Centre Dramatique de Lausanne und französischen Zentren und bot auch Raum für das einheimische Schaffen. Eine schwere Finanzkrise führte 1979 zur Grün-dung der Fondation Dramatique, die das Haus wieder aufs Gleis brache. 1982-89 leitete Benno Besson die Comédie und verhalf ihr – namentlich mit seiner Startinszenierung des „Grünen Vogels“ von Carlo Gozzi – zum Ruf eines in Europa führenden Theaters. Als seinen Nachfolger schlug er Matthias Langhoff vor, doch dessen Vorstellungen wurden von den Behörden als exorbitant abgelehnt. Von 1989-1999 setzte Claude Stratz die Öffnung gegenüber dem europäischen Schaffen fort und 1999 übernahm mit Anne Bisang erstmals eine Frau den Direktionsposten. Sie weitete die Aktivitäten der Comédie aus, schlug einen kühnen künstlerischen Stil ein und festigte die Bande zwischen Künstlern und Zuschauern. Die Comédie umfasst 685 Plätze und ihre Bühne misst 8,25x12,25 (BxT)

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